Blick über Greven

 

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Das Gesicht der Stadtwerke

(vom 02.01.2017)

Sie war das freundliche Gesicht am Empfang und die nette Stimme vom Telefon. Sie begrüßte die Besucher an der Saerbecker Straße, half ihnen persönlich weiter oder vermittelte den richtigen Gesprächspartner. Sie verkaufte Gutscheine, Freibadtickets oder Kohlensäurepatronen für den Wassersprudler. Die Stadtwerke? Das war für viele Grevener Brigitte Gieseler. Nun geht sie zum Jahresende in den Ruhestand.

„Die Arbeit am Empfang, das war genau mein Ding“, erzählt sie. Das hat Brigitte Gieseler bereits vor ihrer Zeit bei den Stadtwerken Greven gewusst. Da arbeitete die gelernte Einzelhandelskauffrau in gleicher Position im Vertriebszentrum eines großen Hausgeräteherstellers in Münster. Als das Unternehmen die Stadt verließ, ging Brigitte Gieseler nicht mit: „Jeden Tag zwei Stunden im Auto verbringen, um zur Arbeit und nach Hause zu kommen, das wollte ich mir nicht zumuten.“ Ein Bekannter gab ihr den Tipp, sich bei den Stadtwerken in ihrer Heimatstadt Greven zu melden. Das tat sie – mit Erfolg. 2008 fing Brigitte Gieseler an. 

„Die Kollegen und ich waren immer die erste Anlaufstelle“, blickt sie auf ihre Arbeit zurück. Ganz gleich, ob Privatkunde oder Geschäftspartner der Stadtwerke, jeder, der den Eingang an der Saerbecker Straße passierte, konnte sich auf ein freundliches Wort und die richtigen Informationen von Brigitte Gieseler verlassen. Auch, wenn mitunter Anrufer ein Anliegen hatten, das mit Strom, Wasser und Gas so gar nichts zu tun hatte: „Bei manchen Telefonaten stellte sich heraus: Das ist keine Sache der Stadtwerke, sondern der Technischen Betriebe. Aber diesen Anrufern konnte ich mit der richtigen Telefonnummer helfen.“ Die hatte Brigitte Gieseler, stets hilfsbereit, nämlich an ihrem Arbeitsplatz gut lesbar notiert. Gefreut hat sie sich immer, wenn Besucher sie persönlich begrüßt haben: „Das war ein Zeichen der Wertschätzung.“

Mit verärgerten Kunden hatte sie wenig zu tun. „Die Grevener sind nett und außerdem hatte ich viele Stammkunden, die ich auch mit Namen kannte.“ Wenn es doch einmal vorkam, dass die Dame vom Empfang zugleich Blitzableiter spielen musste, tat sie das mit Gelassenheit und Professionalität. „Wichtig ist: Man darf das nicht persönlich nehmen.“ An einen der wenigen Besucher, der sich nicht im Griff hatte und laut wurde, erinnert sie sich besonders gut: „Er kam am nächsten Tag wieder und hat sich entschuldigt.“

Mit dem Ruhestand hat Brigitte Gieseler nun mehr Zeit für Haus und Garten, „da ist immer etwas zu tun“. Im Frühjahr freut sie sich auf Radtouren mit dem E-Bike. Und so ganz von der Arbeit lassen mag sie nicht: An einem Tag in der Woche arbeitet sie auch künftig als Aufsicht im münsterschen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte am Domplatz. „Da läuft gerade die Ausstellung mit Henry Moore, das lohnt sich: Eine richtig schöne Ausstellung.“

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