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Renaturierung der Ems

(vom 13.11.2017)

Es ist nur ein Höhenunterschied von einem Meter, aber von ihm hängt alles ab auf der Großbaustelle an der Ems. „Im Vergleich kümmern wir uns um die kleinste Maßnahme“, sagt Jörg Leschnig von den Stadtwerken Greven, „aber eine große Wirkung.“

Die Stadtwerke müssen auf dem rechten Emsufer einen Teil einer Gashochdruckleitung um den besagten Meter tiefer in die Erde legen – während rundherum die Bagger riesige Erd- und Sandmassen für die Renaturierung der Ems bewegen.

Ohne die Arbeiten der Stadtwerke wäre die Leitung nämlich einer anderen Baumaßnahme im Weg, die zeitgleich mit der Renaturierung durchgeführt wird: der so genannten Notentlastung. Dabei handelt es sich um eine Betonröhre, die vom Regenrückhaltebecken Emsinsel unter dem Deich zur Ems führt und einem Hochwasser wie 2014 vorbeugen soll. Die Notentlastung kreuzt genau den Weg der Gasleitung. Und deshalb müssen die Stadtwerke ein besonders großes Loch buddeln, auf einer Länge von sieben Metern die Gasleitung heraustrennen und ein neues Leitungsstück einen Meter tiefer wieder einbauen – damit die Betonröhre hier entstehen kann.

Innerhalb von nur drei Tagen wurden die Arbeiten durchgeführt: Baustellenvorbereitung, Aus-und Einbau des neuen Leitungsabschnittes, abschließende Kontrolle mit verschiedenen Prüfverfahren und Begutachtung durch einen Sachverständigen. Das Besondere: Während der Baumaßnahme strömte das Gas hier weiter durch die Hauptadern des Gasnetzes. Theoretisch hätte man die Hochdruckleitung auch vom Netz nehmen können, denn die Stadtwerke verfügen noch über eine weitere Haupteinspeisung. Im Sommer wäre das auch eine Option gewesen, so Jörg Leschnig, bei den Stadtwerken Greven für das Gasnetz zuständig. „Aber jetzt hat in vielen Haushalten schon die Heizperiode begonnen, da setzen wir auf Versorgungssicherheit.“

Eine Spezialfirma setzte deshalb zwei so genannte Stoppelgeräte ein, die, vereinfacht ausgedrückt, wie überdimensionale Verschlussventile funktionieren. Zwischen den beiden Schiebern wird die Leitung mit einem Bypass überbrückt, durch den das Gas fließt. So ist die Arbeit in diesem Bereich möglich. „Es hat alles gut funktioniert. Wir sind genau im Zeitplan geblieben“, zeigt sich Jörg Leschnig zufrieden mit dem Ablauf. Die Hochdruckleitung ist wieder komplett, schafft Platz für die Notentlastung – und die Bauarbeiten auf der Großbaustelle an der Ems können weitergehen.

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