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Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni

(vom 21.06.2017)

Wenn morgens früh der erste Weg zur Kaffeemaschine führt und abends vor dem Schlafengehen der Zahnputzbecher gefüllt wird, dann muss sich niemand in Greven (oder an einem anderen Ort hierzulande) Gedanken über das Wasser machen. Es fließt selbstverständlich aus dem Hahn und hat dabei unter Umständen schon mehrere Kilometer an Wegstrecke zurückgelegt.

Das Wasserleitungsnetz ist das Rückgrat der Wasserversorgung - nicht nur am heutigen Tag der Daseinsvorsorge, den der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) ausgerufen hat. Daseinsvorsorge, das ist, allgemein gesprochen, die grundlegende Versorgung der Bevölkerung mit wesentlichen Gütern und Dienstleistungen, zum Beispiel durch kommunale Unternehmen. Praktisch heißt das: Das Wasserwerk der Stadtwerke Greven arbeitet rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres, um frisches Trinkwasser durch das Leitungsnetz bis in die Haushalte und Betriebe zu führen.

Die wesentlichen Faktoren für das reibungslose Funktionieren des Netzes sind Wartung und Kontrolle, erklärt Wassermeister Jörg Bürgin, der die Wasserversorgung in Greven verantwortet: „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, genau hinzuschauen und zu reagieren, bevor eine Störung passieren kann. Die Pflege der Technik ist das A und O.“ Dazu zählt etwa das regelmäßige Spülen der Wasserleitungen. In einem Turnus von fünf Jahren kommt jeder Bereich des Netzes an die Reihe, um die Leitungen von Ablagerungen zu befreien. Weil das Leitungsnetz viele Querverbindungen aufweist, können die einzelnen Bereiche gespült werden, ohne dass benachbarte Stadtteile davon betroffen sind. Bürgin: „Insgesamt ist unser Netz rund 240 Kilometer lang.“

Vor unliebsamen Überraschungen schützt auch der Blick auf die Zahlen. „Wir haben hier im Wasserwerk natürlich den Überblick über die Menge, die wir ins Netz geben. Und wir haben weitere Zähler im Netz. Wenn da etwas nicht passt, liegt es nahe, dass eine Störung dahintersteckt“, so Bürgin. Wenn Leitungen ausgetauscht werden müssen, setzen die Stadtwerke inzwischen auf Kunststoffrohre, die leichter zu handhaben sind als Gussleitungen. Die stammen zum Teil noch aus den 50er Jahren, sind aber an sich noch voll funktionsfähig.

Zur Daseinsvorsorge – zum Betrieb des Wasserwerkes und des Netzes – gehört für den Wassermeister der Blick auf das Wetter und die Jahreszeit. Das Frühjahr war trockener als gewöhnlich, das spiegelt sich im Verbrauch wider. „Wir hatten jetzt schon Tagesverbräuche von bis zu 8000 Kubikmetern, normal sind 5000 Kubikmeter.“ Auch wenn die Grevener ihre Gärten bepflanzen und Gießwasser benötigen, merkt Jörg Bürgin das. Das Wasserwerk passt seine Förderleistung an und kann den Bedarf problemlos decken. „Wir liegen hier in Greven in einem sehr guten Versorgungsgebiet. Unser Wasser kommt aus der Uremsrinne: Es schmeckt gut, es ist sauber und ein lokales Produkt.“

Information:

Der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) hat den 23. Juni zum Tag der Daseinsvorsorge ausgerufen. Damit soll auf die Bedeutung von kommunalen Unternehmen für die grundlegende Bereitstellung von Infrastruktur und Dienstleistungen aufmerksam gemacht werden. Der VKU vertritt die Interessen der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland. Er hat 1452 Mitgliedsunternehmen.

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