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Trockenzeit im Hallenbad

(vom 06.07.2016)

Blaumann statt Badehose und Bikini: Handwerker haben im Augenblick das Sagen im Grevener Hallenbad. Die Sommerpause wird auch in diesem Jahr wieder genutzt, um Sanierungsarbeiten durchzuführen und das Bad optimal auf den Saisonstart vorzubereiten.

Zwei größere Projekte stehen 2016 auf dem Plan von Bäderchef Martin Schröder; sie sind inzwischen so gut wie abgearbeitet und haben viel Zeit in Anspruch genommen. Da ist zum einen die komplette Neuausstattung des Bades mit einer Notbeleuchtung. „Die Vorgaben des Gesetzgebers sind streng, wir haben sie umgesetzt und halten das Bad damit auf dem neuesten Stand der Technik“, erklärt Martin Schröder die Hintergründe. Bei einem Stromausfall schalten sich in Zukunft in Sekundenbruchteilen LED-Lampen in allen Bereichen ein und sorgen so dafür, dass Badegäste sicher das Hallenbad verlassen können. Die Stromversorgung der „Notlichtbatterieanlage“ (so der Fachausdruck) steht im Keller des Hallenbades und besteht aus Akkus, die automatisch geladen werden. Eine ausgefeilte Regeltechnik steuert bei einem Stromausfall die Notbeleuchtung. 170 Lampen waren zu installieren, Deckenverkleidungen mussten geöffnet, Betondecken durchbohrt werden. Mehrere Wochen haben die Elektriker dafür gebraucht und dabei gut 1,5 Kilometer Kabel verlegt. „Das ist natürlich aufwändig. Aber die Sicherheit unserer Badegäste hat absoluten Vorrang“, so Schröder.

Die zweite Baumaßnahme war nicht weniger umfangreich, allerdings für Martin Schröder fast schon so etwas wie Routine: Mit der Sanierung von zwei Filtern, die das Wasser aus dem Schwimmerbecken reinigen, sind die Arbeiten an diesem technischen Herzstück des Hallenbades vorläufig abgeschlossen. „Wir haben in den vergangenen Jahren regelmäßig die Filter gewartet, um von vornherein einem Sanierungsstau vorzubeugen. In diesem Jahr sind die letzten beiden an der Reihe.“ Dabei wird zunächst das alte Filtermaterial (Sand, Kies, Kohle) abgesaugt, dann der Stahlbehälter (2,30 Meter hoch, 1,80 Meter Durchmesser) gereinigt und die 170 Düsen, durch die das Wasser einströmt, ausgetauscht. Nach einem Düsentest wird das neue Filtermaterial eingebracht, unter anderem übrigens speziell behandelte Anthrazitkohle aus Ibbenbüren (Hydro-Anthrazit). Zehn bis zwölf Jahre reinigt das Material dann wieder das Wasser. Das Filtermaterial bindet effektiv Stoffe und Partikel.

Genau hinsehen ist wichtig: Martin Schröder kontrolliert die Becken auf etwaige Schäden

Neben diesen größeren Maßnahmen standen jährliche Wartungsarbeiten an: Kontrolle der Hubböden, Fliesenreparaturen, Malerarbeiten etc. „Es ist wichtig, immer ein Auge auf das Bad zu haben und rechtzeitig zu auf etwareagieren. Wenn man die Dinge verschiebt oder schleifen lässt, wird es oft teurer“, sagt Martin Schröder.  Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann dauert es gut fünf Tage, bis die Becken wieder mit Wasser gefüllt sind. Mit dem Start der Hallenbadsaison heißt es dann: Badehose und Bikini – statt Blaumann.

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