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Unser Freibad ist beheizt

(vom 19.05.2016)

Wenn die Frühschwimmer im Freibad Schöneflieth sich über angenehme Wassertemperaturen freuen und der Badespaß auch bei bewölktem Himmel nicht ins kalte Wasser fällt, dann liegt das an einer technischen Anlage, die der Badegast kaum zu Gesicht bekommt. Zwischen Freibad und Fahrradstation arbeitet das größte Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Greven; es sorgt unter anderem dafür, dass das Wasser in den Freibadbecken immer mindestens 24 Grad warm ist.

Karsten Goebel vor dem Blockheizkraftwerk

Seit 2012 wird effizient und umweltfreundlich Energie erzeugt, denn ein Blockheizkraftwerk produziert Strom und Wärme zugleich, und das mit hohem Wirkungsgrad.  An der Schöneflieth kommt der Aspekt der Klimaneutralität hinzu: Das Blockheizkraftwerk wird mit Biogas betrieben, das die Anlage in Schmedehausen liefert. „Wir erzeugen so mit lokalen Partnern komplett grüne Energie“, erklärt Karsten Goebel von den Stadtwerken, „das passt sehr gut zu unserem Leitbild.“ Der Strom wird ins Netz eingespeist, die Wärme wird vor Ort genutzt.

Das Blockheizkraftwerk ist der Mittelpunkt eines Nahwärmenetzes. Versorgt wird nämlich nicht nur das Freibad mit Wärme, sondern auch noch das Marienschulzentrum (mit drei Schulen) und die Rönnesporthalle. „Die Schulen sind der größte Wärmeabnehmer“, macht Goebel klar, „wenn es morgens mitunter noch kalt ist, ist die Wärme stark nachgefragt.“ In Spitzenzeiten, etwa in kalten Wintern, springt auch die Reserve an, zwei mit Erdgas betriebene Anlagen, um die Versorgung sicher zu stellen. Wenn der Wärmebedarf geringer ist, wird die Energie mittels eines 25.000 Liter umfassenden Tanks gespeichert und steht bei Bedarf zur Verfügung. „Damit können wir auf alle Situationen flexibel reagieren“, sagt Karsten Goebel, „und wir nutzen die Wärme kontinuierlich.“  2,2 Millionen Kubikmeter Biogas werden im Blockheizkraftwerk an der Schöneflieth pro Jahr verbraucht.

Für die Badegäste ist das temperierte Wasser in den Becken des Freibades ein großes Plus an Komfort. „Viele Gäste, auch aus dem Umland, kommen gerne zu uns, weil wir diesen Service anbieten“, erklärt Martin Schröder von den Grevener Bädern. Die Energie aus dem Blockheizkraftwerk wird im Freibad übrigens auch dann genutzt, wenn kein Schwimmer seine Bahnen zieht. Denn außerhalb der Saison müssen die Gebäude beheizt werden, um Frostschäden vorzubeugen.

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