Blick über Greven

 

Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe

Azubi Bäder

Es gibt nicht viele Ausbildungsplätze in Greven, bei denen der Spaß am Sport eine Einstellungsvoraussetzung ist und wo Shorts und Poloshirt zur akzeptierten Kleidung gehören. Mavin Kochan hat so einen Ausbildungsplatz. Der 19-jährige Grevener lernt bei der Grevener Bäder GmbH den Beruf des Fachangestellten für Bäderbetriebe. Azubi im Grevener Hallenbad und Freibad, das ist „absolut empfehlenswert“, sagt der junge Mann, der im Sommer die Prüfung ablegen wird, „es macht Spaß, hier im Team zu arbeiten.“

Als der Abschluss an der Justin-Kleinwächter-Realschule näher rückte und er das Abgangszeugnis in den Händen hielt, stand für Mavin Kochan fest: „Ich wollte etwas Sportliches machen.“ Sport, das war und ist sein Ding, vor allem Fußball. Seit er sechs ist, steht er auf dem Platz, im Augenblick ist er in der dritten Mannschaft von Greven 09 aktiv, „mein Ziel ist die erste Mannschaft, aber die Vorbereitung auf die Prüfung geht jetzt natürlich vor.“ Mitglied im Schwimmverein ist Mavin nicht, das war allerdings auch keine Voraussetzung bei der Einstellung, erklärt Raphael Kamp, stellvertretender Leiter der Grevener Bäder. „Wichtig ist für uns: Der Bewerber muss sportlich genug sein, um die geforderte Leistung bei der Prüfung zu bringen.“

Und dazu zählen nicht etwa olympiaverdächtige Zeiten im Schwimmbecken, sondern die Fitness, um jederzeit einen Badegast aus einer Notlage zu retten. In der Prüfung heißt das zum Beispiel: In acht Minuten 300 Meter Schwimmen – und zwar vollständig bekleidet, denn im Notfall bleibt keine Zeit für die Umkleide. Der Azubi trainiert so oft wie möglich und zieht dafür einen Overall über, der, mit Wasser vollgesogen, das Schwimmen nicht gerade zum Vergnügen macht. „Aber die Zeiten passen“, lacht Mavin Kochan. Auch in Sachen Wiederbelebung und weiterer Rettungstechniken sind absolut sichere Kenntnisse und Fertigkeiten gefragt.

Die Aufsicht führen im Hallen- oder Freibad, Schwimmkurse geben, das ist die eine Seite des Berufs. Die andere, die der Badegast nicht sieht, spielt sich außerhalb der Öffnungszeiten und abseits der Schwimmbecken ab. Mavin Kochan muss sich etwa mit den komplexen technischen Anlagen des Bades auskennen, für die professionelle Reinigung sorgen und stets ein Auge für ein ordentliches und sauberes Umfeld haben, in dem sich die Badegäste wohlfühlen. „Das Anspruchsvollste ist sicher die Technik“, sagt Mavin. Raphael Kamp ergänzt: „Naturwissenschaftliches Verständnis ist wichtig in unserem Beruf. Man muss kein Einser-Kandidat in der Schule sein, aber Mathe, Physik und Chemie sollten keine Fremdwörter sein.“

Wer sich für die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe interessiert, sollte Kontakt mit den Stadtwerken Greven unter 02571 509-0 aufnehmen.

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