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Hubert Hidding nach 26 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

(vom 05.01.2018)

Greven kennt er wie seine Westentasche. Dort, wo Stromkabel in der Erde liegen oder über der Erde von Freileitungsmast zu Freileitungsmast führen, war er bestimmt schon einmal vor Ort – in gelber Jacke, wahrscheinlich mit einem Plan in der Hand, den Werkzeugkoffer stets griffbereit. Am Jahresende ist damit Schluss – Hubert Hidding, Elektroinstallateurmeister bei den Stadtwerken Greven, geht nach exakt 26 Jahren und zehn Monaten Dienst für Grevens Energieversorger in den Ruhestand. 

Hubert Hidding

Gelernt hat Hubert Hidding seinen Beruf von der Pike auf. 1969 ging er bei einem alteingesessenen Grevener Betrieb in die Lehre, nach weiteren Stationen kam er 1991 zu den Stadtwerken. Ein Schritt, den er nicht bereut hat. „Es war jeden Tag interessant, denn hier konnte und kann man etwas bewegen. Außerdem hat das kollegiale Miteinander immer gestimmt.“ Zunächst war er für die Straßenbeleuchtung zuständig, dann, nach der Meisterprüfung 1992, kümmerte er sich um das Stromnetz in der Stadt.  Wie werden neue Wohngebiete versorgt, wie ist die Anbindung der Gewerbegebiete, wie klappt es mit den Hausanschlüssen… das und noch viel mehr bestimmte den Arbeitsalltag des Elektroinstallateurmeisters. Auch im Betriebsrat engagierte sich Hubert Hidding.

Und dann war da natürlich der Freileitungsabbau, ein ständiges Thema für ihn und seine Kollegen. Nach und nach wurden die Freileitungen, vor allem im Außenbereich, durch Erdkabel ersetzt, Hubert Hidding plante, organisierte, sprach mit Landwirten. Er selbst kennt sich bestens aus in den Bauerschaften: „Ich kann hier eine Stunde kreuz und quer unterwegs sein. Dann weiß jemand aus der Stadt vielleicht nicht mehr, wo er ist. Aber ich kenne hier jeden Baum und Strauch.“ Und jedes Stromkabel...

Besondere Ereignisse in den 26 Jahren und zehn Monaten? „Ach, da gab es eigentlich nichts“, sagt er bescheiden, erzählt dann aber – auf Nachfrage – doch vom Schneechaos 2005. „Wir sind in Greven glimpflich davongekommen. Wir haben Freileitungen geflickt, Leitungen vom Eis frei geschlagen. Da war jeder von uns draußen.“ Im benachbarten Nordwalde sah es schlimmer aus. Weil die Hilfsmannschaften aus Greven mit dem Notstromaggregat nicht durchkamen, klemmte Hidding den Anhänger mit dem Aggregat kurzentschlossen hinter seinen Wagen mit Allradantrieb und machte sich in der Nacht auf den Weg. „Eine abenteuerliche Fahrt“, lacht Hidding, „den letzten Teil der Strecke in Nordwalde musste ein Trecker ran, da war auch für meinen Wagen Feierabend.“

Am 1. Januar 2018 geht Hubert Hidding in den Ruhestand. Dann hat er mehr Zeit für die Familie und für den Hof in Wentrup, auf dem er groß geworden ist und heute noch lebt. Als Junge vom Land hat er die Zeit erlebt, als die Pferde vor den Pflug gespannt wurden, um die Felder zu bestellen. „Das habe ich selbst noch gelernt.“ Die Begeisterung für Pferde hat ihn seitdem nicht los gelassen. Mit dem Ruhestand hat er nun auch mehr Muße, sich um die Pferde, die er auf dem Hof hält (eigene und Pensionspferde), zu kümmern.

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